Gedanken zum Thema

Aufbruch

 

In diesem Jahr feiern wir am 1. und 2. April Ostern. Das Fest der Auferstehung wird seit jeher an dem Wochenende begangen, dass auf den 1. Vollmond im Frühling folgt. Den Frühlingsanfang datieren wir auf den 21.März.

 

Die Fastenzeit beginnt 40 Tage vorher, nach Karneval und somit fallen auch die Heil- und Basenfastenwochen, teilweise noch in den Winter.

 

Als ich so darüber nachdachte, fiel mir das Wort Aufbruch ein. 

Ich stellte mir ein Samenkorn vor, dass den Winter über in der dunklen, kalten Erde liegt. Mit dem Lauf der Sonne, ab der Wintersonnenwende (dem 21.12.), steigen die Lebens-und Wachstumskräfte in Zeiten des zunehmenden Lichtes.

Langsam erwärmt sich auch die Erde und es kommt der Zeitpunkt, an dem das Samenkorn aufbricht. Die schützende Hülle bricht auf, der umhüllende Mantel reisst auf, die Schale wird gesprengt.

Warum das? Warum den schützenden Raum öffnen, warum bleibt nicht alles so wie es ist?

Weil Leben Wachstum ist.

Dem Impuls der kosmischen Kräfte folgend, bricht das Samenkorn auf, um dem Licht entgegen wachsen zu können, irgendwann zu blühen und Frucht zu tragen.

 

Glaube

 

Im Sommer las ich auf einem Meditationsweg am Christenberg in der Nähe von Marburg folgenden Satz: " Der Glaube ist ein Vogel der singt, wenn es noch Nacht ist"

Im Glauben, dass es ein Morgen gibt, dass die Sonne aufgehen wird und es hell werden wird, beginnt der Vogel zu singen. Er singt aus einer inneren Weisheit  heraus, er vertraut, er ferut sich, er ist lebendig.

Wissenschaft sucht nach Beweisen, Glaube braucht keine Beweise.